17.04.2026 –, Gebäude 8, EG, Raum 0.05
Der Durchbruch der Glasfaser gelang in den 1970er Jahren, als man es schaffte, die Dämpfung auf Werte unterhalb von 20 dB/km zu reduzieren. Ab dann trat die Glasfaser, mit einem typischen Durchmesser im Bereich eines menschlichen Haares, ihren Siegeszug an. Besonders in der Telekommunikation ist sie heutzutage nicht mehr wegzudenken: Weltweit laufen bereits 99% aller Daten über den dünnen Lichtwellenleiter. In Deutschland ist man aktuell dabei, die „letzte Meile“ mit Fiber-to-the-Home (FTTH) bis zu den Endkunden zu erschließen. Dies prägt aktuell viele Stadt- und Ortsbilder.
Dabei ist der Einsatzbereich von Glasfasern nicht allein auf die Kommunikation beschränkt. Aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften kann sie auch als Sensor zur Bestimmung von Temperatur- und Stressverteilungen über weite Strecken verwendet werden. Auch als „verteiltes Mikrofon“ zur Messung von akustischen Phänomenen ist sie einsetzbar.
Im Rahmen des Vortrags soll ein Überblick über den grundsätzlichen Aufbau von Lichtwellenleitern, typischen Eigenschaften und daraus folgenden konkreten Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt werden. Auch wird ein Ausblick gegeben, wo die Reise der Glasfaser noch hingehen wird bzw. kann.