17.04.2026 –, Gebäude 2, 1. OG, Raum 201
Achtung: das Programm findet um 18:00 Uhr, 19:00 Uhr, 20:00 Uhr, 21:00 Uhr und 22:00 Uhr für jeweils 20 min statt.
Gluten ist scheinbar etwas sehr Gefährliches. Bei vielen Lebensmitteln wird darauf hingewiesen, dass kein Gluten enthalten ist, was suggeriert, dass dieser Inhaltsstoff gefährlich ist. Dabei ist Gluten ein Reserveprotein, das in den Körnern vieler Getreidearten vorkommt und einen wichtigen Beitrag zur Ernährung (Eiweißversorgung) leistet. Daneben besitzt Gluten wichtige Eigenschaften, die für Brot- aber auch Nudelherstellung von großer Bedeutung sind. Durch die Gluteneigenschaften geht der Brotteig auf und die lockere Struktur insbesondere von Weizenbroten kann so entstehen. Bei Hartweizen sorgt das Gluten für einen Zusammenhalt und die Kochfestigkeit der Nudeln. Für die Verarbeitung von Weizenmehlen ist das Gluten folglich eher von technischer Bedeutung. Mit dem Verzehr von Weizenhaltigen Produkten können aber auch Probleme verursacht werden. Es können Autoimmunerkrankungen, Allergien oder sogenannte Weizensensitivitäten hervorgerufen werden. Nicht alle diese Erkrankungen lassen sich auf das Gluten zurückführen. Nur etwa 1 bis 2 % der Menschen haben Glutenbedingte Schwierigkeiten. Dieser Beitrag macht die Glutenbedeutung für die Brot- und Nudelherstellung fühlbar und erläutert die Ursachen gesundheitlicher Probleme in Verbindung mit dem Weizenverzehr.
Betreut durch Prof. Dr. Jan Petersen